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Von: Sandra Kathe, Caspar Felix Hoffmann, Teresa Toth, Moritz Serif, Daniel Dillmann, Nadja Austel, Kilian Bäuml, Vincent Büssow, Nail Akkoyun, Jan Oeftger

Bundeskanzler Scholz telefoniert mit US-Präsident Joe Biden über die Lieferung von Panzern an die Ukraine. Der News-Ticker zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg.

+++ 18.10 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat mit US-Präsident Joe Biden, dem französischen Staatschef Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Rishi Sunak und der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni über den Ukraine-Krieg telefoniert. „Im Zentrum des Austauschs stand die Sicherheitslage in der Ukraine und die fortgesetzte Unterstützung des ukrainischen Kampfs gegen den russischen Angriff“, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin.

„Alle fünf Staats- und Regierungschefs waren sich einig, die militärische Unterstützung der Ukraine in enger euro-atlantischer Abstimmung fortzusetzen“, fügte Hebestreit hinzu. Das Gespräch sei „Teil unserer engen Koordination zur Unterstützung der Ukraine“ gewesen, erklärte das weiße Haus.

Bundeskanzler Olaf Scholz
Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Lieferung von Panzern an die Ukraine angekündigt. (Symbolbild) © Virginia Mayo/dpa

+++ 16.14 Uhr: Nach „Monaten schwieriger Kämpfe“ hat sich die ukrainische Armee aus Soledar zurückgezogen, wie sie nun mitteilte. Moskau hatte bereits am 13. Januar die Einnahme verkündet, die Ukraine hatte das jedoch dementiert. Soledar ist etwa 15 Kilometer von der umkämpften Stadt Bachmut entfernt. Von dort meldetet der pro-russische Separatistenführer Denis Puschilin nun erneut Vorstöße.

Vor allem die Wagner-Kämpfer kämen „voran“, erklärte Puschilin laut russischen Nachrichtenagenturen. Es gebe Kämpfe am Stadtrand sowie in Stadtteilen, „die noch kürzlich vom Feind gehalten wurden“. Putins Soldaten versuchen seit dem Sommer, das vor dem Krieg 70.000 Einwohner zählende Bachmut zu erobern.

+++ 14.08 Uhr: Die Verdachtsfälle der Bestechlichkeit ziehen Konsequenzen nach sich. In der Ukraine hat Generalstaatsanwalt Andrij Kostin in fünf Gebietsleitern der Staatsanwaltschaft gekündigt. Die Entlassungen seien „auf eigenen Wunsch“ erfolgt, teilte die Behörde mit. Seit Sonntag (22. Januar) waren nach Korruptionsskandalen bereits fünf Vizeminister, vier Gouverneure und der Vizechef des Präsidentenbüros entlassen worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der Korruption in seinem Land den Kampf angesagt.

US-Panzer: Kremlsprecher spottet über die geplanten Lieferungen an Ukraine

+++ 12.28 Uhr: Kremlsprecher Dmitri Peskow spottet über die geplanten Lieferungen von US-Panzern – sie würden der Ukraine nicht helfen. „Das ist eine klare Überschätzung des Potenzials, das sie den ukrainischen Streitkräften zusätzlich geben“, kommentierte er laut der Nachrichtenagentur dpa entsprechende Berichte.

Der Plan sei militärisch nutzlos, aber politisch höchst gefährlich. „Diese Panzer werden brennen wie alle übrigen“, sagte Peskow. Russische Experten halten den T-90 Panzer aus landeseigener Produktion für überlegen und erprobt in Kriegen.

Britischer Geheimdienst zweifelt an „Super-Panzer“ T14

+++ 11.22 Uhr: Der T14 Armata (siehe vorheriges Update) gilt als der modernste Kampfpanzer Russlands. Bislang verfügt die Armee von Wladimir Putin aber nur über eine kleine Anzahl – und das Fahrzeug ist noch nicht kampferprobt. Und russische Truppen wollen den „Super-Panzer“ nur ungern nutzen. Der britische Geheimdienst schätzt es daher als unwahrscheinlich, dass die Panzer die Voraussetzungen für einen Einsatz in der Ukraine erfüllen.

Russland erwägt Einsatz vom Kampfpanzer T14 Armata

+++ 9.59 Uhr: Moskau erwägt nach Einschätzung britischer Militärexperten den Einsatz seiner neusten Kampfpanzer vom Typ T14 Armata in der Ukraine. Zuvor lehnten die russischen Truppen die Fahrzeuge wegen ihres „schlechten Zustands“ ab, berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf das Verteidigungsminsterium in London. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe die Verzögerungen und Produktionsschwierigkeiten damit begründet, dass es sich um eine „experimentelle Charge“ gehandelt habe.

Personalmangel? Wagner-Gruppe rekrutiert ukrainische Gefangene für Russlands Krieg

+++ 8.50 Uhr: Wie The Kyiv Independent unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab meldet, rekrutiert die Wagner-Gruppe ukrainische inhaftierte Bürger für den russischen Krieg. Die Wagner-Gruppe wird vom russischen Kreml kontrolliert. Zuletzt hatte sich der Wagner-Chef darüber aufgeregt, dass die USA die Wagner-Gruppe als „transnationale kriminelle Organisation“ einstufen wollen.

Ukraine-Präsident Selenskyj erwartet „Rache-Angriff“ von Russland

Update vom 25. Januar, 7.00 Uhr: In seiner Abendrede am Dienstag (24. Januar) warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj davor, dass Russland eine neue Welle der Aggression plane. Besonders in Bachmut und Wuhledar im Gebiet Donezk sei laut Einschätzung des Präsidenten mit militärischen Angriffen zu rechnen. Davon berichtet The Kyiv Independent.

„Es ist offensichtlich, dass die russische Führung sich auf Rache vorbereitet, Kräfte aufbaut, aber es ist auch klar, dass der Terrorstaat verlieren muss“, lautet Selenskyjs klare Botschaft. Um sich diesem Angriff entgegenstellen zu können, erhält die Ukraine nun auch Panzer aus Deutschland und den USA.

Geheimdienst rät zur Frontverlagerung – Ukrainische Infrastruktur zerstört

+++ 21.35 Uhr: Die direkten Schäden an der ukrainischen Infrastruktur, die durch den von Russland entfesselten Krieg verursacht werden, belaufen sich aktuell auf über 126 Milliarden Euro. Das berichtet das Wirtschaftsanalyse-Institut KSE in Kiew. Der Betrag setzt sich vor allem aus Zerstörungen der Infrastruktur, des Wohnungsbestands, von Bildungseinrichtungen sowie von kulturellen, sportlichen und religiösen Einrichtungen zusammen.

Um den bereits elf Monate andauernden Krieg der Ukraine gegen den Aggressor Russland zu unterstützen, hatten die westlichen Länder in den letzten Wochen intensiv über die Lieferung von Kampfpanzern beraten. Nun wurde bekannt, dass die Bundesregierung Leopard-2-Panzer zur Verfügung stellen wird. Weitere westliche Länder signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft, die deutschen Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen.

Ukraine-Krieg
Die ukrainische Armee darf jetzt mit Leopard-Kampfpanzern rechnen. (Archivbild) © Nicolas Cleuet / Le Pictorium / Imago Images

News zum Ukraine-Krieg: Westlicher Geheimdienst rät zu Frontverlagerung in den Süden

+++ 18.50 Uhr: Beamte westlicher Geheimdienste raten der Ukraine dazu, ihren Schwerpunkt von der Schlacht um Bachmut im Gebiet Donezk auf eine mögliche Offensive im Süden des Landes zu verlagern, berichtet CNN. Die US-amerikanischen und westlichen Dienste würden die Ukraine demnach dringlich bitten, ihren Fokus von dem brutalen, monatelangen Kampf um die Stadt zu verlagern und stattdessen einer möglichen Offensive im Süden des Landes den Vorzug zu geben. Dabei solle eine militärische Strategie zum Tragen kommen, die von der Ausrüstung profitiert, die kürzlich von westlichen Verbündeten bereitgestellt wurde.

„Es ist ein brutaler und zermürbender Kampf“ in Bachmut, sagt ein hochrangiger westlicher Geheimdienstmitarbeiter gegenüber CNN und fügte hinzu, dass beide Seiten täglich 100 bis 400 Meter Land austauschen und fast täglich mehrere tausend Artilleriegeschosse austauschen. Der deutsche Auslandsgeheimdienst (BND) hatte zuvor geäußert, über die hohen Verluste der ukrainischen Armee bei den Kämpfen um die Stadt alarmiert sei. Das Internationale Institut für Kriegsforschung (ISW) hingegen hält die ukrainische Verteidigung von Bachmut trotz der Verluste für eine strategisch sinnvolle Operation.

News im Ukraine-Krieg: Geheimdienst rechnet mit russischer Militäroffensive – Neuer Angriff gemeldet

+++ 17.26 Uhr: In der Region Cherson hat das russische Militär ein US-amerikanisches Radarsystem zerstört. Das teilte Verteidigungsministeriums-Sprecher Igor Konaschenkow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

In Kupjansk nahe der Stadt Charkiw hätte die Armee innerhalb eines Tages etwa 40 ukrainische Soldaten „eliminiert“, fuhr er fort. Konaschenkows Auflistung der Anzahl an Getroffenen und an zerstörtem Kriegsmaterial allein am Montag (23. Januar) ist lang. Zusammengezählt hätte das russische Militär an dem Tag Ukraine-weit 145 ukrainische Soldaten verletzt oder getötet.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine meldet weitere tote Zivilisten in Donezk

+++ 15.55 Uhr: Die russische Armee hat in der Region Donezk weitere vier Menschen verletzt, zwei von ihnen sind Kinder. „Das war eine neue gezielte Attacke auf Zivilisten“, teilte Regionalgouverneur Pawlo Kyrylenko laut dem Kyiv Independent mit, der auch Bilder der Zerstörung postete, welche die Attacke in der Stadt Kostjantyniwka hinterließ.

+++ 15.12 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat im Zuge der Entlassungen nach Korruptionsvorwürfen (siehe vorheriges Update) angekündigt, Auslandsreisen außer im beruflichen Zusammenhang für Regierungsbeamte zu verbieten. „Wenn sie sich jetzt erholen wollen, werden sie dies außerhalb des öffentlichen Dienstes tun“, sagte der ukrainische Präsident.

News zum Ukraine-Krieg: Entlassungswelle und Rücktritte durch Korruptionsvorwürfe

+++ 13.17 Uhr: Nach Korruptionsskandalen hat die ukrainische Regierung dem Rücktritt von mehreren Gouverneuren zugestimmt und vier Vizeminister entlassen. Dazu gehören die Leiter der Gebiete Dnipropetrowsk, Saporischschja, Kiew, Sumy und Cherson, teilte der Leiter des Regierungsapparats im Ministerrang, Oleh Nemtschinow, am Dienstag im Nachrichtendienst Telegram mit. Damit gilt die formelle Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj als sicher. Der bisherige Gouverneur des Gebiets Kiew, Olexij Kuleba, ist dabei als neuer Vize im Präsidentenbüro für den kurz zuvor entlassenen Kyrylo Tymoschenko im Gespräch.

News zum Ukraine-Krieg: Westliche Hilfen weiter notwendig

+++ 12.15 Uhr: Westliche Militärhilfen für die Ukraine sind nach Einschätzung des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) weiter notwendig, damit das Land bei einer möglicherweise entscheidenden russischen Militäroffensive in den kommenden Monaten nicht seinen Vorteil verliert. Der ukrainische Militärgeheimdienst rechne mit einem solchen Angriff im Frühling oder Frühsommer 2023, schrieb die in Washington ansässige Denkfabrik in ihrem jüngsten Bericht.

News zum Ukraine-Krieg: Wagner-Gruppe „brutal“ und „effektiv“

+++ 11.18 Uhr: Die Wagner-Gruppe greift immer mehr in den Ukraine-Krieg ein. Ein CNN-Bericht beschreibt ein internes Militärdokument. Demnach bezeichne Kiew die Söldner als „brutal“ und „effektiv“. Die Gruppe ist ein privates Sicherheits- und Militärunternehmen, das enge Verbindungen zum russischen Staat pflegt. Sie führt vor allem hybride Kriegsführung und verdeckte Operationen durch.

News im Ukraine-Krieg: Ranghoher russischer Militär muss gehen

+++ 09.31 Uhr: Britische Geheimdienste sehen die Entlassung eines ranghohen russischen Militärs als Anzeichen mangelnder Geschlossenheit in Moskaus Militärführung. Der Generaloberst Michail Teplinski, der im Ukraine-Krieg bislang eine wichtige Rolle gespielt habe, sei mutmaßlich entlassen worden, hieß es am Dienstag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Nach Angaben der Briten war Teplinski für den Abzug der Russen westlich des ukrainischen Dnipro-Flusses im November des vergangenen Jahres zuständig. In Russland sei er als fähiger und pragmatischer Kommandeur gelobt worden, hieß es weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Zahl der russischen Soldaten in Luhansk geht zurück

+++ 08.20 Uhr: Der Ukraine zufolge geht die Zahl der russischen Soldaten in der Region Luhansk zurück. Das berichtet der Generalstab in Kiew am Dienstagmorgen. Es sei außerdem üblich geworden, dass einberufene Armeeangehörige an die Front geschickt werden, während sich Berufssoldaten aus Russland „mit allen Mitteln versuchen, im Hintergrund zu halten.“ Nach vorliegenden Informationen evakuiere die russische Besatzungsverwaltung von Luhansk die Familien von Soldaten. Zu einem möglichen Hintergrund dieser Vorgänge machte die Militärführung keine Angaben.

Update vom Dienstag, 24. Januar, 06.40 Uhr: Das Militär der Ukraine soll in der Region um Bachmut mit einigen Problemen zu kämpfen haben. So soll ein Mangel an Artillerie und Munition mit dazu geführt haben, dass Russland die Stadt Soledar erobern konnte. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent. Zudem sei das Kommando in der Region chaotisch, wobei es keine zentralisierte Vorgehensweise gebe.

News zum Ukraine-Krieg: Russlands „räuberischer Krieg“ schweißt Verbündete zusammen

+++ 22.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Rückblick auf die elf Monate seit Beginn des Ukraine-Kriegs die Zusammenarbeit mit den Verbündeten, und vor allem den USA, hervorgehoben. Die elf Monate des „räuberischen umfassenden Kriegs Russlands“ hätten die Ukraine, die USA und alle anderen Verbündeten so eng wie nur möglich zusammengeschweißt, sagte Selenskyj am Montagabend (23. Januar) in seiner täglichen Videoansprache.

„Wir kämpfen jeden Tag für den Schutz unserer Menschen, unserer Grenzen und unserer Werte, und wir haben es geschafft, die Ausbreitung der russischen Aggression zu stoppen.“ Er könne nun mit Zuversicht sagen, dass „dieses Übel auf ukrainischem Boden“ überwunden werden könne. „Auch wenn Russland im iranischen Regime, das Waffen an den Kreml liefert, einen terroristischen Komplizen gefunden hat.“ Zudem habe es Plünderungen gegeben im gesamten Gebiet der Ukraine, das vorübergehend von russischen Truppen besetzt war, sagte Selenskyj. „Alles, was sie nicht zerstören, stehlen sie und bringen sie nach Russland. Alles.“

News im Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe bei Bachmut und Awdijiwka

+++ 21.00 Uhr: Russische und ukrainische Truppen haben sich am Montag (23. Januar) erneut schwere Kämpfe um Bachmut und Awdijiwka im Osten der Ukraine geliefert. Die russischen Angriffe seien unter schweren Verlusten abgeschlagen worden, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew am Abend mit. Um das gesamte Gebiet Donezk zu erobern, greife die russische Armee „ohne Rücksicht auf eigene Verluste“ an. Die Darstellung ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Das russische Militär sprach unterdessen von einer Intensivierung der Kämpfe in der zentralen Region Saporischschja. Nach Vorstößen der russischen Einheiten in den vergangenen Tagen sei inzwischen eine Umgruppierung und Neuaufstellung von Einheiten auf ukrainischer Seite beobachtet worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass.

News zum Ukraine-Krieg: Russland hat noch etwa 550 Hochpräzisionsraketen

+++ 20.05 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen militärischen Nachrichtendienstes verfüge Russland noch über bis zu 20 Prozent seines Vorkriegsbestands an Hochpräzisionsraketen, das heiße etwa 550 Stück. „Ihr Potenzial reicht aus, um zwei oder drei massive Angriffe mit mehr als 80 Raketen durchzuführen“, gab Vadym Skibitsky, ein hochrangiger Geheimdienstler, bekannt. „Beim jüngsten Angriff waren es weniger als 30 präzisionsgelenkte Raketen. Das bedeutet, dass sie ein Defizit haben. Sie haben nicht genug Zeit, um ihr Arsenal wieder aufzufüllen.“ Um dieses Defizit auszugleichen, habe Russland Kamikaze-Drohnen eingesetzt, sowohl aus iranischer Produktion als auch eigene.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Flugzeuge fliegen Angriffe auf russische Stellungen

+++ 19.05 Uhr: Die Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte hätten am Montag (23. Januar) fünf Angriffe auf russische Stellungen geflogen. Dies teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine in seinem Abendbericht mit. „Im Laufe des Tages haben die Flugzeuge der Verteidigungskräfte fünf Angriffe auf die Gebiete durchgeführt, in denen die Angreifer konzentriert waren“, heißt es in dem Bericht. Die Ausmaße der Angriffe wurden nicht näher erläutert.

News zum Ukraine-Krieg: Rund 315.000 Russen bereits zum Militärdienst einberufen

+++ 18.15 Uhr: Nach Schätzungen des ukrainischen militärischen Nachrichtendienstes habe Russland bereits rund 315.000 Männer zum Militärdienst mobilisiert, obwohl das Ziel bei 300.000 liege. Die Mobilisierungswelle sei zudem noch nicht abgeschlossen. „Nach unseren Schätzungen sind heute in Moskau nicht 300.000, sondern 315.000 Soldaten eingezogen worden“, gab Vadym Skibitsky, ein hochrangiger Geheimdienstler, bekannt. „Derzeit läuft eine weitere Mobilisierungswelle in den vorübergehend besetzten Gebieten der Regionen Luhansk und Donezk. Bei einem solchen Kriegstempo wird es dort einfach keine männliche, arbeitsfähige Bevölkerung mehr geben.“

News zum Ukraine-Krieg: Russland greift Infrastruktur in der Ukraine an

+++ 16.40 Uhr: Offenbar ist es in der Kleinstadt Woroschba in der Oblast Sumy zu russischen Angriffen gekommen. Wie Gouverneur Dmytro Zhyvytskyj auf Telegram mitteilt, sei ein Wohnhaus sowie die Eisenbahninfrastruktur von Granaten getroffen worden. „Gegen 14 Uhr explodierten zehn Granaten im Stadtzentrum. Es gab einen Volltreffer in einem Wohnhaus. Eine der Wohnungen wurde vollständig zerstört. Drei weitere Wohnungen sind stark beschädigt. Die Explosionen zerstörten auch die Geschäftsräume von Anwohnern.“ Zudem seien Gas- und Stromleitungen teilweise beschädigt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Zivilist stirbt bei russischem Angriff

+++ 15.20 Uhr: Laut Berichten der ukrainischen Militärverwaltung bombardiert die russische Armee weiterhin die Region Cherson. „Russische Granaten haben ein Gebäude im Dorf Antoniwka getroffen. Granatsplitter zerbrachen nicht nur Fenster und beschädigten Wände, sondern töteten auch einen Mann“, schrieb Jaroslaw Januschewytsch, Leiter der regionalen Militärverwaltung, auf Telegram. Bereits am 21. und 22. Januar feuerte Russland mit Raketenwerfern und Rohrartillerie in und um die Siedlungen der Region Cherson.

News zum Ukraine-Krieg: „Das wird der Untergang Russlands und Putins“

+++ 14.15 Uhr: Derzeit sieht es nicht nach Frieden in der Ukraine aus. Allerdings könnten das Frühjahr und der Frühsommer im Ukraine-Krieg von Bedeutung sein. Davon ist zumindest Vadym Skibitsky, stellvertretender Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, überzeugt. „Wenn die für diese Zeit geplante russische Großoffensive scheitert, wird das der Untergang Russlands und Putins sein“, sagte Skibitsky im Interview der Nachrichtenagentur Delfi.

Weit in die Zukunft blicken könne man aber noch nicht, merkte Skibitsky mit Blick auf die Frage, ob der Krieg 2023 enden könnte, an. Zunächst müsse die Ukraine die erste Etappe im Frühjahr und Frühsommer überstehen. „Wenn wir den Frühling und den Frühsommer hinter uns haben, können wir vielleicht anfangen, über das Ende des Krieges zu sprechen.“ Hauptschlachtfeld werde der Donbass bleiben. Darauf deuten nicht nur die Kämpfe in Soledar und Bachmut, sondern auch der Wechsel in der russischen Militärführung sowie die Umstrukturierung der russischen Armee.

+++ 13.12 Uhr: Das zivile Leben in der Ukraine ist weiter massiv gestört: Seit Mitternacht sei es bereits in fünf Regionen des Landes zu Blackouts gekommen. Das teilte der Stromnetzbetreibers Ukrenergo laut dem Kyiv Independent mit. Ursache sei ein erhöhter Stromverbrauch. Verifizieren ließen sich diese Angaben zunächst nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Skepsis gegen neuen russischen Oberbefehlshaber in Ukraine

+++ 12.33 Uhr: Der neue russische Oberbefehlshaber in der Ukraine, Waleri Gerassimow, stößt in der Truppe und bei der Söldnergruppe „Wagner“ wohl auf Skepsis. Gerassimow lege viel Wert darauf, die Disziplin zu erhöhen, teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit. „Gemeinsam mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu gilt er zunehmend als abgehoben und ihm wird vorgeworfen, auf Präsentation statt Substanz zu setzen.“

Dabei gehe es Gerassimow etwa um nicht vorschriftsmäßige Uniformen, die Nutzung von Mobiltelefonen und zivilen Fahrzeugen sowie nicht der Norm entsprechende Haarschnitte. „Die Maßnahmen stoßen auf skeptisches Feedback. Den größten Spott aber gab es dafür, den Standard der Truppenrasur zu verbessern“, so das Ministerium in London. Sowohl Beamte der selbst ernannten Volksrepublik Donezk als auch der Chef der „Wagner“-Truppe, Jewgeni Prigoschin, hätten die Maßnahmen kritisiert, hieß es.

News zum Ukraine-Krieg: Putin-Statthalter vermeldet Erfolge in Donezk

+++ 11.54 Uhr: Putins Truppen rücken „auf praktisch der gesamten Front“ in Donezk vor. Das sagte der von Moskau eingesetzte Statthalter Denis Puschilin nun in einer Live-Sendung des staatlichen Nachrichten-Senders Rossija 24, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtet. Unabhängig prüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht. Im Zuge seines Überfalls hatte Russland im September die Gebiete Donezk und Luhansk in der Ostukraine völkerrechtswidrig annektiert. 

News zum Ukraine-Krieg: Putin lässt sich wohl Raketenwerfer installieren

+++ 11.22 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat nun seinen persönlichen Raketenwerfer. Das meldet das russische unabhängige Medienunternehmen Proekt. Verifizieren ließen sich diese Information zunächst nicht. Das „Pantsir“-System sei etwa zehn Kilometer entfernt von Putins Residenz in Nowo-Ogarjowo nahe Moskau installiert worden, und solle dazu dienen, diese zu schützen.

Das Luftabwehrsystem „Pantsir-S1“ soll gegen eine Vielzahl von Waffen schützen, darunter Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper. Kremlsprecher Dmitri Peskow verwies noch am Freitag (20. Januar) auf das Verteidigungsministerium, als er gefragt wurde, ob Russland besorgt sei, dass Moskau das Ziel eines Angriffs sein könne. 

News zum Ukraine-Krieg: Russischer Geheimdienst beschuldigt Ukraine

+++ 10.10 Uhr: Der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) beschuldigt Kiew, westliche Waffen auf dem Gelände von Atomkraftwerken zu stationieren. Das Kalkül dahinter sei, dass die russischen Truppen wegen der Gefahr einer Nuklear-Katastrophe dann keine Schläge verübten, teilte der SWR-Chef Sergej Naryschkin nun in Moskau mit. „Wenn es eine große Detonation gibt und ein Kernkraftwerk etwa durch eine neue Fehlleitung einer Rakete der ukrainischen Flugabwehr zerstört wird, wird die Schuld an der Tragödie immer auf Moskau geschoben“, hieß es in der SWR-Mitteilung. Überprüfbar sind die SWR-Angaben nicht. 

In der letzten Dezember-Woche seien etwa Eisenbahnwaggons mit der „tödlichen Fracht“ in das Atomkraftwerk Riwne gebracht worden, hieß es. Beweise präsentierte der SWR nicht. Die Ukraine wirft hingegen Russland vor, auf dem Gelände des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja ebenfalls Militärtechnik stationiert zu haben.

Update vom Montag, 23. Januar, 09.30 Uhr: Die russischen Angriffe fordern weitere zivile Todesopfer in Donezk. Laut einem Telegram-Eintrag von Regionalgouverneur Pawlo Kyrylenko wurden in den Städten Bachmut und Awdijiwka an einem Tag vier Menschen getötet und drei weitere verletzt. Die Angaben des Kyiv Independent ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verlegt weitere Soldaten in die Region Donezk

Update vom Montag, 23. Januar, 07.00 Uhr: Laut dem Nachrichtenportal Kyiv Independent hat der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Montagmorgen (23. Januar) mitgeteilt, dass die russische Armee weitere Truppen in die besetzten Gebiete der Oblast Cherson verlegt. Nach Angaben des Generalstabs trafen die Truppen zwischen dem 18. und 21. Januar in den Siedlungen Vynohradove und Brylivka ein, ausgerüstet mit Handfeuerwaffen und kugelsicheren Westen.

Erstmeldung vom Sonntag, 22. Januar, 07.30 Uhr: Aus der Region Saporischschja werden heftige Kämpfe gemeldet. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums (MOD) haben Russland und die Ukraine in der Schlüsselregion „bedeutende Kräfte“ zusammengezogen. Bislang ist aber keiner Seite ein entscheidender Durchbruch gelungen. In Bachmut scheint sich die Lage dagegen etwas entspannt zu haben. Das meldet der britische Geheimdienst in seinem täglichen Lagebericht zum Ukraine-Krieg. (dil/ska/tt mit dpa/afp)


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By yjawq

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